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Mit Coaching zur erfolgreichen Bewerbung

Eccard Schwarze Seit der Gründung von NeNA begleitet Diplom-Kaufmann Eccard Schwarze als Coach Arbeitsuchende bei der Bewerbung. Schritt für Schritt werden Stärken und Schwächen analysiert, Bewerbungsunterlagen erstellt und Vorstellungsgespräche trainiert. Die Kandidaten profitieren dabei von seiner langjährigen Berufserfahrung im Personalwesen.

Womit beginnen Sie ein Coaching?
Mein Ansatz ist, Menschen zu helfen, ihre Stärken und Schwächen klar zu erkennen. Sobald wir gemeinsam herausgefunden haben, welcher Job realistisch infrage kommt, bereiten wir die Unterlagen entsprechend auf. Bewerber benötigen für jedes Stellenangebot einen spezifischen Lebenslauf. Ein Lebenslauf, der ganz stark auf Stelle A ausgelegt ist, passt nicht, wenn ich Stelle B möchte.

Die Stärken und Schwächen eines Kandidaten spiegeln sich auch in Zeugnissen früherer Arbeitgeber wider.
Wir gehen die Zeugnisse durch, teilweise lassen wir sie nachträglich korrigieren. Es gibt sehr viele fahrlässig erstellte Zeugnisse. Das ist keine Böswilligkeit, sondern die Zeugnisse sind einfach unprofessionell. Dabei geht es nicht darum, einen durchschnittlichen Kandidaten als Überflieger zu präsentieren. Das glaubt niemand.

Als Coach erarbeiten Sie ein genaues Profil eines Bewerbers. Danach wird dann ein passendes Stellenangebot gesucht?
Ja, und dann formulieren wir ein Anschreiben. Ich rufe auch potentielle Arbeitgeber an und empfehle die Kandidaten. Ich gebe ein realistisches Bild ihrer Fähigkeiten, weise auch darauf hin, wo sie möglicherweise Unterstützung brauchen. In der Regel kommt das gut an. Vorgesetzte oder Abteilungsleiter haben oft nicht viel Erfahrung im Personalwesen und sind offen für eine kompetente Einschätzung meinerseits.

Zur erfolgreichen Bewerbung gehört auch ein Vorstellungsgespräch. Wie bereiten Sie Kandidaten darauf vor?
Wir üben Vorstellungsgespräche. Es ist wichtig, so ein Gespräch aktiv mitgestalten zu können – die richtigen Antworten zu geben und Fragen zu stellen. Auch schwierige Themen kommen meist auf den Tisch: Zeiten der Arbeitslosigkeit, fristlose Kündigungen, Krankheiten. Solche Dinge vertuschen zu wollen, bringt nichts. Es ist besser, damit offensiv umzugehen.

Im Idealfall bekommt der Bewerber den Job.
Damit endet die Betreuung aber nicht. Die Erfahrung zeigt, dass eine Begleitung in den ersten Wochen hilfreich ist. Dinge, die im Vorstellungsgespräch vereinbart wurden, werden von den Arbeitgebern oft nicht eingehalten. Das geschieht nicht böswillig, meistens hapert es nur an der Kommunikation. In solchen Fällen ist es sinnvoll, eine Brücke zu schlagen, damit die Probezeit erfolgreich verläuft. Gerade Menschen, die lange arbeitslos waren, kann man hier helfen, im Job zu bleiben.

Was erwarten Sie Ihrerseits von den Kandidaten?
Das Wichtigste ist der Wille, etwas zu bewegen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Wir sind gerne erfolgreich und möchten daher auch, dass die Menschen sagen: „Ich engagiere mich.” Die Kandidaten, die dranbleiben, sind in der Regel schnell wieder in einem Job.